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GEWOLLTER RÜCKFALL INS MITTELALTER – PM-TRAINING AN DER INVENIO ACADEMY

Wissenschaftler sprechen von der „Projektifizierung“ unserer Gesellschaft, vielfach wird Projektmanagement (PM) bereits als die „Arbeitsform des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Dies verwundert nicht, da sich unsere private wie wirtschaftliche Welt national und international immer weiter vernetzt: Netzwerkarbeit, Kooperationen und Arbeitsteilung nehmen ständig zu. Dynamik und Komplexität der Anforderungen wachsen, gleichzeitig werden Terminhorizonte und Budgets immer enger. Hier kann nur eine Arbeitsform nachhaltig greifen: die Projektarbeit.

 

Für die invenio Academy war es daher nur noch logische Konsequenz, die Qualifizierung in der Projektarbeit künftig als eigene Kategorie „Projektmanagement“ anzubieten. Die Auftaktveranstaltung hierzu fand Anfang Mai in Rüsselsheim unter dem Titel „Technische Projekte leiten“ statt. Alexander Nieland, Leiter der invenio Academy, begrüßte herzlich 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine Woche lang von Frank Kochems, Leiter Prozess-/Projekt- und Qualitätsmanagement am Standort Garching b. München, in Theorie und Praxis des Projektmanagements eingeführt wurden. Anhand einer branchenneutralen Fallstudie wurden nicht nur Definitionen, Prozesse, Methoden und Werkzeuge des PM erläutert und eingeübt. Auch auf gruppendynamische Prozesse und weiche Faktoren wie Führung und Kommunikation im Projekt wurde eingegangen.

 

PM-TrainingUm typische Projekteigenschaften wie „Einzigartigkeit“ und „Abgrenzbarkeit“ zu verdeutlichen, spielt die als Projekt angelegte Fallstudie im Mittelalter – also ganz bewusst weit außerhalb unserer bekannten Arbeitswelt. Die Trainingsteilnehmer schlüpften dabei in für sie ungewohnte Rollen: der Projektleiter wurde als Baumeister durch sein Team unterstützt, was u. a. aus Spezialisten wie Vertretern diverser Handwerksgilden, Waffentechnikern und auch Astrologen bestand. Unter projektüblichem Zeitdruck war ein komplexes Großprojekt durchzuführen: der Kunde, Statthalter einer französischen Handelsstadt wollte beraten werden, wie er seine Stadt besser vor seinen gierigen Feinden schützen könne. Mit Feuereifer waren alle Schulungsteilnehmer dabei, den Wiederaufbau der alten Stadtmauer samt Wachtürmen und Katapulten zu planen und zu steuern. Dass dabei ein eher der Finanzwelt als dem Bau seiner Basilika zugeneigter Bischof und fiese Wegelagerer dem Projektteam einige Steine in den Weg legten, trug nicht nur zur allgemeinen Erheiterung bei, sondern half mit, wesentliche, komplexe Zusammenhänge in der Projektsteuerung transparent darzustellen. „Eine anstrengende Woche, aber ein sehr abwechslungsreiches und gut gelungenes Seminar mit vielen Praxisbeispielen“ – so lautete das durchgängige Feedback der Teilnehmer. Und: „Das Seminar machte einem nochmals die Erfolgsfaktoren in Projekten bewusst, und gab – auch für „alte Hasen“ – eine Reihe wichtiger Denkanstöße zur Verbesserung der eigenen Arbeit im Tagesgeschäft!“

 

Frank Kochems

Leiter Prozess-/Projekt- und Qualitätsmanagement, Garching b. München

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