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PRODUKTENTWICKLUNG

Die drei wichtigen Tools der Produktentwicklung: Morphologischer Kasten, Auswahlliste und Anforderungsliste

Ein Entwicklungsprozess ist eine ausgesprochen kreative Angelegenheit. Meist fängt es mit wenig Restriktionen und einer großen Idee an. Den Gedanken wird freier Lauf gelassen. Herumspinnen ist erlaubt, wenn nicht sogar erwünscht. Das Resultat eines solch freien Prozesses ist eine Unmenge an Konzepten und Ansätzen. Jeder dieser Gedanken besitzt einen Wert. Jede Entwicklung muss sich jedoch in der Realität behaupten. Somit ist es nötig, sie auf Tauglichkeit zu prüfen.

Was einen Ingenieur auszeichnet, ist vor allem das strukturierte Arbeiten und natürlich haben wir auch für einen kreativen Entwicklungsprozess Werkzeuge, die Effizienz in die Freigeistigkeit bringen sollen.
Werkzeuge, die jeden Gedanken festhalten und dokumentieren.

Nun möchten wir Ihnen die drei Werkzeuge vorstellen, die praktisch essenziell für die Entwicklung sind:

Morphologischer Kasten

Das erste Werkzeug ist der morphologische Kasten. Er ist quasi der Sammelkasten für kreative Ideen und hat die Aufgabe, dem Entwickler eine strukturierte Übersicht über alle Ideen für die jeweiligen „Baustellen“ eines Produktes zu geben. Eine Baustelle kann zum Bespiel eine Funktion sein, für welche verschiedene Lösungsansätze in Frage kommen. Diese Ansätze werden dort gesammelt.

Auswahlliste

Bei der Aufnahme von Lösungsansätzen in den morphologischer Kasten sollen nur ganz geringe Filter eingesetzt werden. Es kommt also alles hinein, was halbwegs zu einer plausiblen Lösung führen kann.
Meist reicht aber eine nähere Betrachtung des Ansatzes schon aus, dass diese aus gewissen Gründen leider aus der weiteren Betrachtung herausfallen müssen. Dieses „erste“ Filtern wird in einer Auswahlliste festgehalten. Zu jeder Auswahl wird eine Begründung für die Auswahl dokumentiert. So ist auch für neue Teammitglieder oder aber für den Kunden schnell nachvollziehbar, weswegen der Weg gegangen worden ist, wie er es wurde.

Anforderungsliste

Bei jeder Erkenntnis bzw. Idee können einem neue Anforderungen einfallen, die wichtig für den Erfolg der Entwicklung sind. Zum Beispiel fällt einem ein neuer Ansatz für eine Funktion ein, die aber auf ein gravierendes Problem hinweist, das vorher gar nicht bedacht worden ist.
Auch für solche kreativen Einfälle muss es ein Sammelpool geben. In der Anforderungsliste werden genau diese Inhalte gesammelt und mit Werten oder näheren Informationen gefüttert. Dies könnte zum Beispiel sein, dass eine Ölschmierung der Lager des Getriebes nicht zulässig sein darf, da die zu entwickelnde Maschine in einem Naturschutzgebiet aufgestellt werden soll.
Im Allgemeinen wird dort jede Information niedergeschrieben, die das Produkt bestmöglich beschreibt. Also was es können muss oder vom Kunden gewünscht wird.

Diese drei Werkzeuge sind sehr hilfreich für die Dokumentation, aber auch für das Ordnen freigeistiger Ideen.

Aber Vorsicht für die sehr strukturverliebten unter Ihnen. Grundlegend für die Entwicklung ist die Kreativität. Kreativität lebt von der Freiheit im Denken. Lassen Sie also Spielraum in der Struktur.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entwickeln mit Struktur!

Ihr invenio Academy-Team!

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