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BALANCED SCORECARD

Der Unternehmenserfolg wird von mehreren Leistungsindikatoren beeinflusst. Daher ist die Betrachtung mehrerer Perspektiven zur Beurteilung der Unternehmensleistung notwendig. Das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) stellt ein System zur Unternehmensleitung dar, wodurch sich die wichtigtisten Erfolgsmerkmale vereinfacht erkennen lassen. Diese Erfolgsmerkmale dienen zur Definition von strategischen Zielen und lassen sich mit Hilfe von Kennzahlen messen. Ein klarer Vorteil der BSC ist, dass der Unternehmenserfolg durch verschiedene Perspektiven betrachtet wird. Somit lässt sich ein umfassendes Bild der Geschäftstätigkeiten abbilden.

16. Balanced Scorecard

Nun möchten wir genauer auf die verschiedenen Perspektiven eingehen. Die Blickwinkel der BSC lauten:

Finanzperspektive: Wie zufrieden sind die Anteilseigner? Diese Frage ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, weil für den Unternehmenserfolg die Aktionäre eine sehr bedeutende Rolle spielen. Wie die Meinung von den Aktionären am Ende ausschaut, ist von den Renditen abhängig. Hier werden Kennzahlen wie Umsatz oder Gewinn auf Erfolge untersucht.

Kundenperspektive: Wie zufrieden sind die Kunden? Diese Perspektive bezieht sich hauptsächlich auf die marktbezogene Positionierung des Unternehmens zugleich auch auf die Identifikation von relevanten Käufergruppen. Hierzu gehören Kennzahlen wie Marktanteile oder Kundenzufriedenheit.

Prozessperspektive: Welche Prozesse sind wichtig und wie gut werden diese ausgeführt? Optimierte Prozesse steigern Effektivität sowie Effizienz und wirken sich deshalb positiv auf den Unternehmenserfolg aus. In dieser Perspektive soll also festgestellt werden, wie gut die aktuellen Prozesse laufen. Passende Kennzahlen in diesem Kontext sind zum Beispiel  Produktivität oder Durchlaufzeit.

Lern- und Innovationsperspektive: Wie gut werden die interne Leistungsfähigkeit ausgeschöpft? Nur motivierte Mitarbeiter, die das nötige Know-How besitzen, können einen guten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Das bedeutet für die Unternehmensführung, dass sie feststellen muss, wie gut die Mitarbeiter geschult sind, um die Tätigkeiten auszuführen, die zur Erreichung der vordefinierten Unternehmensziele vorgesehen sind. Typische Kennzahlen hierfür sind: Mitarbeiterzufriedenheit, Krankenstand, Betriebsklima. Neben der Betrachtung der Lernperspektive, wird hier auch Acht auf den Innovationsprozess des Unternehmens gegeben. Durch die ermittelten relevanten Kennzahlen soll erkannt werden, wo unbedingt noch innovativ eingegriffen werden muss, um die Verbesserung voran zu treiben.

Zwischen den verschiedenen Perspektiven bestehen Wechselwirkungen. Beispielsweise kann sich eine positive Lernatmosphäre im Unternehmen positiv auf die Prozesse auswirken. Das wiederum kann sich positiv auf die Marktzahlen auswirken und zugleich auf die Kennzahlen der Anteilseigner. Konkreter gesagt: eine Veränderung in einer Perspektive, kann eine Veränderung in eines oder mehreren Perspektiven auslösen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der erste Schritt vor der Erstellung eine BSC, die Definition der Unternehmensvisionen und -strategien ist. Man geht also der Frage nach, was genau erreicht werden soll. Als zweiten Schritt wird sich der Frage: wie die defininierten Ziele erreicht werden sollen, gewidmet. Hier dient die BSC als Kommunikationsmittel zwischen Zielen und den Strategien des Unternehmens. Ebenso kann die BSC dazu verwendet werden, den Mitarbeitern die Unternehmensziele durch Visualisierungen besser darzustellen und zu erklären. Das hat die Wirkung, dass Mitarbeiter die Prozesse nachvollziehen können und das kann sich positiv auf die Mitarbeiterbeteiligung auswirken.

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